Die Ausgangslage
- Durch Baumaßnahmen wurden Ausgleichsmaßnahmen notwendig.
- Erste Ideen für ein Gemeinschaftsprojekt wurden nach Pflegemaßnahmen des OGV – Deizisau im Jahr 2006 entwickelt.
- Die konkrete Planungsphase begann 2007.
- Die Lage des Obstlehrgartens wurde definiert:
Grüngürtel im Neubaugebiet „Obere Kirchstraße“. - Gesamtgröße: ca. 4.470 m²
- Ausrichtung: leichte Nordhanglage.
- Bodenbeschaffenheit: ehemals guter Ackerboden, der durch Baumaßnahmen im Randbereich stark durchmischt wurde.
- Klimatische Bedingungen: Gegen Westen erhebliche Frostgefahr durch Fallwinde, im Mittelteil sehr gute Bedingungen durch lockere Bebauung in Richtung Süden.
- Bestand bislang: 25 Bäume, v.a. Hochstämme und Walnuss, teilweise gefährdet.
- Konzeption, Planung und Ausführung der Pflanzarbeiten in einer Hand.
Die Konzeption
- Der Charakter einer Obstwiese soll erhalten und gestärkt werden.
- Ziel ist eine begehbare und zum Eintreten einladende Anlage.
- Im Vordergrund steht nicht die Artenvielfalt, sondern die Wuchsform bewährter Sorten.
- Reduzierung auf heimische Pflanzen.
- Die räumliche Lage soll im Sinne eines Bürgergartens genutzt werden.
- Die bestehende Anlage des Grüngürtels soll kostengünstig für die Anwohner optimiert werden.
- Durch die baulichen Maßnahmen lädt der Garten zum Verweilen ein und verdichtet den lang gestreckten Raum.
- Der Garten bleibt auch ohne Führungen informativ und anschaulich.
- Der pädagogische Gehalt des Lehrgartens ist durch die Nähe zum Kinderhaus auch zukünftig Programm.
- Die Idee „von Bürgern für Bürger“ ist durch die Einbindung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und der öffentlichen Hand gewährleistet.
- Klare und verlässliche Absprachen ermöglichen den sparsamen Umgang mit Ressourcen.
- Einbeziehung aller Entscheidungsorgane und offene Aussprachen ermöglichen breite Akzeptanz.
Das Gelände
Feld 1: Streuobstwiese / Hochstämme
Größe: ca. 1050 m2
Bestand bislang: 15 Hochstämme
Nachpflanzung: 4 Hochstämme
Starkwüchsige Unterlagen
Erziehung: Pyramidal
Erscheinung: Einzelbäume mit landschaftsprägendem Erscheinungsbild
Sorten: Steinobst und Kernobst bewährte, „alte“ Sorten (Maunzenapfel) und Neuzüchtungen (Jojo)
Typisch: spät einsetzender Ertrag, gute Befahrbarkeit, hoher Ernteaufwand.
Feld 2: Obstwiese / Halbstämme
Größe: ca. 2100 m2
Bestand bislang: 7 Hochstämme
Nachpflanzung: 20 Halbstämme
Schwachwüchsige Unterlagen
Erziehung: Pyramidal
Erscheinung: Am Spielplatz Kirschbäume mit schattierender Wirkung, Birnen, Mirabellen und Äpfel gegen den Hauptweg.
Sorten: bewährte Steinobstsorten, teilweise Neuzüchtungen. Bewährte, alte Birnensorten. Neuzüchtungen und Klassiker der Schwäbischen Apfelsorten.
Typisch: relativ früh einsetzender Ertrag, Pflegemaßnahmen maschinell möglich, lichte Einzelstellung, gleichmäßiges und dadurch ruhiges Erscheinungsbild, Ernteaufwand bleibt durch den Einsatz von Leitern hoch.
Feld 3: Intensivanbau / Spalieranlage
Größe: ca. 720 m2
Bestand bislang: 4 Hochstämme
Nachpflanzung: 30 Spalierbäume
Schwachwüchsige Unterlagen
Erziehung: Spindel
Erscheinung: lichte Hecke
Sorten: bewährte Steinobstsorten, teilweise Neuzüchtungen. Bewährte, alte Birnensorten. Neuzüchtungen und Klassiker der Schwäbischen Apfelsorten.
Typisch: sehr früh einsetzender Ertrag, einfache Pflegemaßnahmen, geringer Platzbedarf bei hohem Ertrag, Besonders geeignet in dicht bebauten Siedlungen, Ernteaufwand ist gering.
Feld 4: Wildfrüchte
Größe: ca. 600 m2
Bestand bislang: 2 Hochstämme
Nachpflanzung: 9 Beerensträucher
Erziehung: Einzelstrauch
Erscheinung: Einzelpflanze im Garten oder in Hecken
Sorten: Mispel, Sanddorn, Kornelkirsche, Zierapfel, Hagebutte, Apfelbeere, Vogelbeere, Holunder, Felsenbirne
Typisch: schlanker Wuchs für geringen Platzbedarf im Kleingarten. Kindgerechte Pflanzen Vitaminreich, bzw. in der Hausapotheke leicht einsetzbar. gute Bestäuber, Bienen und Vogelnahrung.